Ein starker Wind wehte über die Weiten von Rohan, lies das Gras hin und her schwanken und rüttelte unerschütterlich an den Fahnenmasten vor der großen Halle. Dunkle Wolken türmten sich am Horizont und kündigten von einem schweren Gewitter an.
Ihr langes rot, braunes Haar war mit Lederbändern zu einem geflochtenem Zopf zusammengebunden, ihr Umhang wehte rhythmisch mit dem Wind und kroch bei jeder Naht ihres grünen Samtkleides zur Haut und lies sie frösteln. Eaddren ging zum Tor der Siedlung und spähte wie jeden Morgen durch die dicken Holzpfosten auf die weiten Felder, in der Hoffnung die Reiter der Riddermark und somit ihren Bruder in der Ferne zu erspähen.
9 Monate ist es nun her, daß sich Eoddren den Reitern der Riddermark angeschlossen hat um das Land zu verteidigen. Die Reiter genossen ein sehr hohes Ansehen in Rohan und jeder junge Bursche im Land träumte davon eines Tages auf den schnellsten Pferden Mittelerdes mit Eomer und Theodred, Anführer der Reiter, in den Kampf ziehen zu können.
Eoddren schrieb seiner Schwester regelmäßig Briefe und erzählte ihr von seinen Abenteuern. Ein wenig neidisch auf ihn, aber glücklich, daß es ihm gut geht, half Eaddren ihrer Familie mit den Pferden und am Hof. Sie waren eine der letzten Familien in Aldburg, welche noch die Tradition der Pferdezucht fortführten und die edlen Tiere für die Reiter der Riddermark aufzogen. Eodrens Aufgabe war es immer die Tiere von Aldburg nach Erodas zu bringen und sie dem Könighaus zu übergeben. Bei seinen Besuchen lernte er eines Tages Eomer und Theodred persönlich kennen und es entstand eine wenn auch kleine aber gewisse Freundschaft unter ihnen. Ab diesem Zeitpunkt war es nur noch eine Frage der Zeit bis der Sohn des Pferdezüchters sich den Reitern anschloß und seine Ausbildung zum Krieger antrat.
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